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Täglich greifen wir beherzt zur Zahnbürste und schrubben was das Zeug hält. Denn schließlich ist weithin bekannt, dass eine sorgfältige Zahnreinigung Karies, Parodontose und Mundgeruch vorbeugt. In der Tat stellt eine gründliche und regelmäßige Zahnpflege die Basis für eine solide Zahngesundheit dar. Dennoch: Viele putzen ihre Zähne nicht korrekt. Wir haben das Wichtigste zum Thema Zahnpflege für Sie in Kürze zusammengefasst.

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Widerliche Tatsachen

Kosmetikablagen oder Handtücher sind Bakteriennester, mit denen Zahnbürsten besonders häufig in Berührung kommen. Das ist nicht nur eine eklige Vorstellung – es kann auch die Gesundheit riskieren. Bakterien schädigen vor allem den Zähnen und dem Zahnfleisch. Kritisch wird es, wenn das Immunsystem geschwächt ist oder die winzigen Krankheitserreger durch Wunden im Mund ihren Weg in die Blutbahn finden. Chronische Entzündungen im Mundraum wie bei einer Parodontitiserhöhen sogar das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Aufs Zähneputzen ganz zu verzichten, ist natürlich auch keine Alternative.  Die deutsche Gesellschaft für Zahn- Mund und Kieferheilkunde (DGZMK) empfiehlt dementsprechend die regelmäßige und sorgfältige Reinigung  der Zähne mit der Bürste.

Wichtig für die persönliche Mundhygiene und die effektive Entfernung von bakteriellem Zahnbelag ist nicht nur das Putzen, sondern auch die Pflege und Aufbewahrung von Zahnbürsten, so Geisinger.  Wer die folgenden Ratschläge beherzigt, macht den Bakterien das Leben schwer.
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So wichtig ist Mundhygiene für Sportprofis

Es ist erwiesen, dass die Mundgesundheit im Zusammenhang mit der sportlichen Leistung steht und sich daher sowohl positiv als auch negativ auf die Leistung auswirken kann. Somit ist es wichtig, dass auch die Zahnpflege künftig auf dem Trainingsplan der Sportler steht – denn gesunde Zähne sind genauso wichtig wie das passende Schuhwerk.
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Wie sinnvoll ist PZR?

Zweimal im Jahr die Zähne gründlich reinigen lassen – das empfehlen viele Zahnärzte ihren Patienten. Was es bringt und was Sie beachten sollten, erklären zwei Experten:

Hat Ihr Zahnarzt schon einmal zu einer professionellen Zahnreinigung geraten? Vielleicht fanden Sie das Angebot gleich einleuchtend, vielleicht waren Sie aber auch verunsichert. Wir klären die wichtigsten
Fragen.
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Keine Angst vor einer Wurzelbehandlung
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Mund- und Zahnpflege bei Krebs

Vor allem begleitend zu Chemotherapien ist Mundhygiene und Zahngesundheit enorm wichtig.
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Erfolgsfaktor Zähne

Ebenmäßige weiße Zähne sollen zu mehr Erfolg im Job und in der Liebe verhelfen. Kein Wunder, dass viele der Natur nachhelfen wollen. Doch auf dem Markt der Zahnästhetik gibt es einige riskante Methoden.
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Manchmal unangenehm, jedoch immer notwendig. 

Müssen sich Krebspatienten auch dann die Zähne putzen, wenn das aufgrund von Entzündungen im Mund mit Schmerzen verbunden ist? Warum sollte man einen Zahnarztbesuch einplanen, bevor eine Krebstherapie beginnt? In diesem Text beantwortet der Krebsinformationsdienst Fragen zu behandlungsbedingten Veränderungen im Mund, an Zahnfleisch und Zähnen. Der Text ist Teil umfassender Informationen zum Umgang mit den Nebenwirkungen von Krebstherapien. Er richtet sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte.

Nicht alle Verfahren, die sich im Alltag bewährt haben, sind durch hochwertige wissenschaftliche Studien untersucht. Falls es sich um Tipps handelt, die vor allem auf praktischen Erfahrungen beruhen, ist dies angegeben. Informationen aus dem Internet können zudem die Beratung durch Fachleute vor Ort 

 

 

 

 

Vor der Behandlung Zahnarztbesuch einplanen!

Ist eine Krebsbehandlung planbar und noch etwas Zeit bis zum Beginn, sollten Patienten vorher noch einen Besuch beim Zahnarzt ausmachen: Bestehende Zahn- und Zahnfleischprobleme können so vorab behoben werden. Dazu gehört beispielsweise die Sanierung von Zahnfleischentzündungen oder -taschen, die zur Infektionsquelle während einer Therapie werden können.

Der Zahnarzt gibt außerdem Tipps zur gründlichen, aber schonenden Mund- und Zahnpflege. Auch Fluorgele und Spezialzahncremes aus der Apotheke, die meist nur einmal pro Woche angewandt werden müssen, wirken vorbeugend gegen Karies.

Entzündung der Schleimhäute. Folgen von Chemotherapie und Bestrahlung

Schleimhautzellen teilen sich häufig, sie sind deshalb empfindlich für Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Auch eine Strahlentherapie wirkt sich häufig auf Schleimhäute aus, allerdings nur, wenn sie auch tatsächlich im Bestrahlungsfeld liegen.

Infolgedessen können bei Krebspatienten Entzündungen der Mundschleimhaut, fachsprachlich als "orale Mukositis" bezeichnet, auftreten. Dabei geht es meist um die Innenseiten der Wangen, die Seiten und Unterseite der Zunge und den Rachen.

Entzündung der Mundschleimhäute. Wie kann man vorbeugen?

Sicher verhindern lassen sich Entzündungen der Mundschleimhaut nach bisherigem Kenntnisstand nicht. Auch die beste Pflege garantiert keinen vollständigen Schutz. 
Trotzdem hat der hygienische Zustand des Mundes einen Einfluss auf das Ausmaß der Schädigungen und das Risiko einer zusätzlichen Infektion. Patienten, die bereits vor Behandlungsbeginn unter Entzündungen von Mundschleimhaut oder Zahnfleisch leiden, sollten vorab zum Zahnarzt gehen.

Auch wenn es für Patienten unangenehm sein kann, empfehlen Fachleute, die Zähne regelmäßig mit einer sauberen, weichen Zahnbürste zu putzen (mehr dazu hier). Festsitzender oder herausnehmbarer Zahnersatz sollte wie gewohnt intensiv gepflegt werden.

Bei bestimmten Zytostatika (Chemotherapiemedikamenten) kann es helfen, wenn die Patienten während der Infusion Eiswürfel lutschen: Untersuchungen zeigen, dass dies die Durchblutung der Mundschleimhaut verringern kann, sodass dorthin weniger Chemotherapiemedikamente gespült werden. Bei Tumorerkrankungen im Mundbereich ist das Lutschen von Eiswürfeln nicht erwünscht: Hier ist es für den Erfolg der Behandlung unerlässlich, dass genügend Zytostatika angespült werden.

Von Beginn der Chemotherapie oder der Kopfbestrahlungen an sollte der Mund-Rachen-Bereich mehrmals täglich gut mit alkoholfreien Lösungen durchgespült werden. Dies wirkt vorbeugend gegen Infektionen durch Bakterien, Viren und Pilze. 
Pflegeexperten machen verschiedene Vorschläge, womit gespült werden kann. Sie reichen von Salbeitee, Kochsalz-Lösungen über verschiedene Markenprodukte bis hin zu medizinischen Lösungen mit arzneilichen Wirkstoffen, die Patienten in der Apotheke erhalten. 

Nicht alle dieser Ratschläge sind durch hochwertige wissenschaftliche Studien untersucht. Das betont die Fachgesellschaft MASCC in den "MASCC Guidelines 2006 zur Prophylaxe und Therapie der Mukositis bei Tumortherapie". Die Abkürzung steht für die "Multinational Association of Supportive Care in Cancer". Das Dokument ist im Internet in englischer Sprache frei zugänglich, www.mascc.org, Rubrik "Guidelines and Tools", Stichwort "Mucositis Guidelines" (deutschsprachig auf www.onkosupport.de, Rubrik "Supportivtherapie", Stichwort "Leitlinien", Stichwort "Zytoprotektion/Mukositis/Hauttoxizität").

Zahnpflege: Keine Pause beim putzen!

Zähneputzen - das ist eigentlich selbstverständlich. Doch wer nichts gegessen hat, sondern gegen Übelkeit ankämpft, möglicherweise sogar Bläschen und wunde Stellen im Mund hat, macht häufiger eine Ausnahme von der gewohnten Mundpflege.
Aber: Zähneputzen bleibt wichtig. Sind noch keine wunden Stellen im Mund aufgetreten, gehört eine gute Mundhygiene zur Vorbeugung. Auch wenn schon Entzündungen vorhanden sind, ist die Zahn- und Mundpflege wichtig, damit die Zähne langfristig gesund bleiben.

Empfohlen werden von den meisten Fachleuten eine saubere weiche Zahnbürste und eine milde Zahncreme ohne Menthol und ätherische Öle, eventuell auch ein alkoholfreies Mundwasser oder Mundspülungen mit Salbei. Von Kamillelösung raten Fachleute ab. Sie verstärkt Mundtrockenheit.

Ob Zahnseide, Interdentalbürstchen oder eine Munddusche benutzt werden können, ohne das Zahnfleisch bei Infektionen zu gefährden, muss beim Arzt erfragt werden - dies hängt vom Ausmaß der Reizung durch eine Chemotherapie oder Bestrahlung ab. 
Ist die Zahnpflege sehr schmerzhaft, helfen leichte Schmerzmittel als Salbe, Lösung oder Spray, die der Arzt verschreiben kann.

Auf die Lippen gehören fetthaltige Cremes oder Pflegestifte, um sie vor dem Austrocknen zu schützen. Da manche Therapieformen die Speichelproduktion beeinträchtigen, kann es auch notwendig sein, Beläge im Mund regelmäßig mit einem Gaze-Pad oder einem Zellstofftuch (etwa ein Papier-Taschentuch) vorsichtig abzuwischen und zu spülen. Achtung: Solche Beläge sind oft erste Anzeichen einer Infektion und sollten auch dem Arzt gezeigt werden.

Viele wissenschaftliche Studien zur Vorbeugung von oraler Mukositis gibt es nach Angaben der Fachgesellschaft MASCC zwar noch nicht, trotzdem ist es unstrittig, dass Zähneputzen sinnvoll ist, mehr dazu auf www.mascc.org, Rubrik "Mucositis Guidelines" (deutschsprachig auf www.onkosupport.de, Rubrik "Supportivtherapie", Stichwort "Leitlinien", Stichwort "Zytoprotektion/Mukositis/Hauttoxizität").

Bisphosphonate: Vorsicht bei der Zahnbehandlung

Bisphosphonate sind Medikamente, die in den Knochenstoffwechsel eingreifen. In der Krebstherapie werden Bisphosphonate vor allem zur Behandlung von Knochenmetastasen eingesetzt. Sie können außerdem helfen, Knochenschäden, eine sogenannte Osteoporose, vorzubeugen oder zu mindern. Dieses Krankheitsbild wird bei manchen Krebspatienten durch eine Antihormontherapie gefördert. Worauf sollten Patienten achten, wenn sie mit Bisphosphonaten behandelt werden? 

Seit einigen Jahren weiß man jedoch, dass bei mit Bisphosphonaten behandelten Patienten ungewöhnliche Schäden am Kieferknochen auftreten können, vor allem nach einer Zahnbehandlung: Bei diesen sogenannten Kiefernekrosen treten Veränderungen des Kiefers auf, die den Halt von Zähnen bedrohen und im schlimmsten Fall zum Absterben von Teilen des Kieferknochens führen. 
Wie häufig solche Schädigungen des Ober- oder Unterkieferknochens während einer Behandlung mit Bisphosphonaten auftreten, ist derzeit unbekannt.

Allerdings fiel anhand der bislang aufgetretenen Fälle auf: Meistens gingen den Knochenschädigungen mehr oder weniger umfangreiche Zahnbehandlungen während einer bereits laufenden Behandlung voraus. Deshalb empfehlen Experten die Untersuchung und eventuelle Sanierung der Zähne vor Beginn einer Bisphosphonat-Therapie.

Zum Zahnarzt während der Bishphosphonat-Behandlung

Was, wenn erst während der Bisphosphonat-Behandlung eine Zahnbehandlung notwendig wird? Dann rät die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Eingriffe nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen vornehmen zu lassen: Dazu gehört beispielsweise die Behandlung durch Zahnmediziner, die mit dem Krankheitsbild Osteonekrose vertraut sind. Wichtig ist auch, ob ein größerer Eingriff geplant ist oder nur eine sogenannte konservative Behandlung ansteht. Als konservativ bezeichnet man beispielsweise das Legen oder den Austausch einer Zahnfüllung ("Plombe"). Eine solche Behandlung ist nach Ansicht von Experten auch unter Bisphosphonaten ohne Risiko.

Der genaue Zusammenhang zwischen einer Bisphosphonat-Therapie und der Entstehung von Kiefernekrosen ist noch unklar. Es scheinen verschiedene Ursachen zusammenzuspielen, die gemeinsam die Immunabwehr des Knochengewebes schwächen. 
Folgen hat dies vor allem dann, wenn die schützende Mundschleimhaut und das Zahnfleisch verletzt sind und Krankheitserreger an den Knochen gelangen. Dort können zum Beispiel Bakterien schwere Entzündungsreaktionen hervorrufen. Zudem greifen Bisphosphonate offenbar störend in die Reparaturmechanismen des Kieferknochens ein. Dann heilen auch eigentlich nur leichte Verletzungen, etwa nach dem Ziehen eines Zahnes, schlecht ab. Diese Vorgänge können zum Absterben von Knochengewebe führen.

Mundtrockenheit: Viel trinken, künstlicher Speichel und Lösungen zum Spülen

Gurgeln mit Saft

Säfte führen zwar zu einem frischen Gefühl im Mund, die Fruchtsäuren können aber den Zahnschmelz angreifen. 
Richtig trinken - Informationen für Krebspatientenbietet ein eigener Text. 
Mehr zur Mundtrockenheit bieten die Texte zu "Xerostomie".

Chemo- und Strahlentherapien können nicht nur Entzündungen zur Folge haben, sondern ebenfalls zu Mundtrockenheit, der sogenannten Xerostomie führen. Auch schwerkranke Patienten, denen Essen und Trinken schwer fällt oder die Probleme mit dem Atmen haben, sind davon betroffen. Bei Mundtrockenheit helfen Lösungen zum Befeuchten und Spülen oder sogenannter "künstlicher Speichel" gegen das unangenehme Gefühl und Folgeschäden an Schleimhaut und Zähnen. Speichel befeuchtet nicht nur Mund und Nahrung, sondern wirkt auch antibakteriell und neutralisiert zahnschädigende Säuren.Viel trinken hilft ebenfalls.

In der Regel ist erlaubt, was schmeckt. Vorsicht geboten ist hingegen bei zuckerhaltigen Limonaden, säurehaltigen Säften und sauren Tees zum Spülen oder schluckweisen Trinken und Befeuchten des Mundes über mehrere Stunden: Das frische Gefühl hilft zwar gegen die Mundtrockenheit. Langfristig zerstören Zucker und Säuren jedoch den Zahnschmelz, wenn sie nicht nur beim Trinken, sondern zur Mundspülung dauerhaft mit den Zähnen in Kontakt kommen. 
Besonders wichtig ist die Mundpflege nach dem Erbrechen, da die Magensäure sonst ebenfalls die Zähne angreift.

 

Bestrahlung der Speicheldrüsen: Dauerhafte Mundtrockenheit möglich

Praktisch alle behandlungsbedingten Reizungen klingen nach dem Ende der Therapie sehr schnell ab, und dauerhafte Nachwirkungen einer Krebsbehandlung sind selten. Ausnahmen treten allerdings bei Patienten auf, die eine Bestrahlung der Speicheldrüsen mit höheren Strahlendosen erhalten haben, oder bei denen die Speicheldrüsen durch eine Operation beeinträchtigt sind. Für sie kann Mundtrockenheit langfristig ein Problem werden. 
Betroffene Patienten brauchen eine dauerhafte Versorgung mit künstlichem Speichel oder ähnlichen Produkten zum Auftragen, Kauen oder Lutschen, um Schäden an Schleimhäuten und Zähnen vorzubeugen. Weiterführende Informationen finden sich im Text "Mundtrockenheit nach Bestrahlung - was tun?".

Fragen zu Mund- und Zahnpflege während einer Krebsbehandlung? Wir sind für Sie da

Der Krebsinformationsdienst ist täglich von 8.00 bis 20.00 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 – 420 30 40 zu erreichen, oder per E-Mail an krebsinformationsdienst@dkfz.de. Eine gesicherte Verbindung bietet ein Kontaktformular.